Unternehmen abgeben

Die Unternehmensnachfolge ist eine komplexe und gleichzeitig existentiell wichtige, strategische Aufgabe in jeder Unternehmensgeschichte.

Die erfolgreiche Übergabe Ihres Unternehmens an eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger gehört zu den ganz großen unternehmerischen Herausforderungen überhaupt – und leider muss man anfügen: Nicht jeder schafft das.
Die KfW äusserte sich in einer Studie, wonach etwa ein Drittel aller Unternehmer bei ihrer Nachfolge scheitern und am Ende den Betrieb liqudieren müssen. Der DIHK äusserte sich im „Report Unternehmensnachfolge“ sogar so, dass mehr als 40 % aller KMU „keinen passenden Nachfolger“ finden.

Das Kernproblem: Die fehlenden Nachfolger

Ohnehin macht ein Punkt erfolgreiche Nachfolgen zunehmend schwieriger: Es fehlt in großer Zahl an übernahmewilligen Interessenten. Die IHK überschrieb Ende 2016 eine Analyse zur Nachfolge im Mittelstand so: „Rekordhoch an Senioren – Rekordtief an Nachfolgern“.

Bei der Planung und Umsetzung der eigenen Nachfolge gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, äusserst teure Fehler zu machen. Und ausnahmslos sind diese Fehler vermeidbar.
Es wird viel geschrieben über das „Nicht-Loslassen-können“ der Unternehmens-inhaber, über das lange Zögern bis sie sich überhaupt diesem Thema widmen usw.

Klar ist: Die Planung der eigenen Nachfolge im Unternehmen ist durchaus kein Problem oder ein Zeichen von Schwäche. Vielen Unternehmern fällt es aber leichter, sich mit dieser Aufgabe zu beschäftigen, wenn sie das Thema nicht in Verbindung mit dem eigenen Älterwerden sehen – sondern den Zusammenhang damit, einen nicht unerheblichen Vermögenswert für sich und die Familie zu sichern.

Individuelle Fragen und Probleme = individuelle Löung

Jede Nachfolge kann völlig unterschiedlich aussehen:

  • Ist bei Ihnen eine Nachfolgeregelung innerhalb der Familie möglich?
  • Und wenn das so ist, soll die Übergabe sukzessive, ggf. über mehrere Jahre erfolgen (Einarbeitungszeit) oder zu einem klar definierten Zeitpunkt?
  • Wird das Unternehmen -zu Lebzeiten- in der Familie verschenkt oder soll es erst später vererbt werden?
  • Muss oder soll ein externer Käufer gesucht und gefunden werden?
  • Wird nur ein operativer Betrieb abgegeben oder gleichzeitig auch ein Vermögenswert, wie bspw. eine Betriebsimmobilie?
  • Kann für eine möglichst erfolgreiche Nachfolge ein mehrjähriger Zeitraum eingeplant werden, in dem das Unternehmen optimiert wird – ggf. auch im Hinblick auf das aktuelle Erschaftssteuer-Recht? Oder gibt es Zeitdruck und die Notwendigkeit, innerhalb von Monaten eine Lösung zu finden?

Diese Fragen machen nur ansatzweise deutlich, wie vielfältig und unterschiedlich die Fragestellungen im Einzelfall sein können.